Wakenitz schützen
Wakenitz für alle – gemeinsam Verantwortung übernehmen
Ein Bericht, Standpunkt und Vorschlag der Wakenitz-Redaktion. Wir schreiben ihn fort, sobald sich etwas tut.
(Stand: Oktober 26) – Wir sind die Wakenitz-Redaktion – ein gemeinnütziges Projekt in Kooperation mit dem FgBBB e. V. Keine Fraktion, keine Behörde – wir arbeiten parteiunabhängig und allparteilich. Wir schreiben seit Jahren über diesen Fluss, weil er zu Lübeck gehört wie die sieben Türme – und weil er krank ist. Verschlammung, Sauerstoffmangel, Nährstoffeintrag, Schilfsterben: Der „Amazonas des Nordens“ verlandet auf Raten. Seit einem Vierteljahrhundert steht die Wakenitz unter Naturschutz – und gerade dieses Jubiläum, das auch das Museum für Natur und Umwelt mit einer eigenen Ausstellung gewürdigt hat, hat noch einmal deutlich gemacht, wie sehr Klimawandel, Schilfsterben und Nutzungsdruck dem Gebiet zusetzen.
2025 haben wir mehrere Sitzungen der Lübecker Bürgerschaft und ihrer Ausschüsse zum Thema beobachtend begleitet. Wir haben mit Vertreterinnen und Vertretern von CDU, Grünen, SPD, GAL und Linken gesprochen, und mit dem NABU. Aus diesen Beobachtungen ist dieser Standpunkt entstanden. Er trennt bewusst, was belegt ist, von dem, was wir als Redaktion einschätzen.

Warum uns das nicht kaltlässt
Erlaubt mir bitte einen persönlichen Einschub, denn dieses Projekt hat einen Ursprung.
Ich bin an diesem Fluss aufgewachsen. Schon in der frühen Jugend habe ich die Freizeitgebiete und die Energie der Wakenitz in vollen Zügen gelebt. Ich bin in direkter Nachbarschaft zur Schule gegangen, hatte Schwimmunterricht in der Wakenitz und habe mein sportliches Leben auf dem Sportplatz Falkenwiese begonnen. Schulgarten, Freibäder, Drägerpark, Tor der Hoffnung, Falkenwiese – das alles war unser Revier, und wir waren viele. Einige wohnen bis heute hier oder sind zurückgekommen, weil diese grüne Lebensader in ihrer Symbiose mit der Stadt, der Trave und der Ostseeanbindung schlicht einzigartig ist. Natur, Lifestyle, Heimatliebe – das bestimmt heute meine Arbeit, mein Leben.
Als ich 2020 nach Lübeck zurückgezogen bin, war ich traurig. Traurig, dass die Wakenitz leidet und sich niemand so richtig kümmert. Ich wollte Vernetzung schaffen, sprach mit Stadtverantwortlichen, mit den angrenzenden Vereinen und ähnlichen Organisationen. Aber niemand wollte so recht die eigene Komfortzone verlassen. Also habe ich die Bürgerinitiative „Rund um die Wakenitz“ gegründet und angefangen, die Arbeit für ein höheres Bewusstsein für die Wakenitz selbst anzupacken. Daraus ist heute das gemeinnützige Projekt „Rund um die Wakenitz und Lübecker Altstadt“ geworden.
Städtische Unterstützung? Bislang kaum. Politische Unterstützung? Auch die hielt sich zurück. Finanzielle Hilfe von Stiftungen oder Unternehmen? Bisher Fehlanzeige. Die Spendenbereitschaft der Lübecker Bürgerinnen und Bürger ist äußerst überschaubar, und beim Mitmachen heißt es meist: gern – solange es nicht zu viel Arbeit macht. Also eher nicht.
Aber, es geht und in der Wakenitz-Redaktion nicht ums Klagen. Wir träumen von einem starken Miteinander, davon, dass auch in 20 Jahren noch diese wunderschöne Symbiose zwischen Naturschutzgebiet, Wasserspiel- und -Spaß, Fluss- und Stadtleben möglich ist. Das Ziel von „Rund um die Wakenitz“ ist es, Unternehmen, Bürgerinnen und Bürger, Politik und Vereine mit ihrem Bewusstsein und ihren Interessen zu verbinden – und unseren Amazonas des Nordens wieder mit der Bedeutung in die Köpfe der Menschen zu bringen, die er als Naturwunder unserer Region braucht. Dafür betreibt die Redaktion unter meiner Leitung einen enormen Aufwand und finanziert dieses Projekt bislang ausschließlich aus eigenen Mitteln.
Wir sind überzeugt: Wenn das Bewusstsein dafür wieder wächst, was wir an diesem wunderschönen Fluss haben und brauchen, wächst auch die Bereitschaft für solidarische Schutzprojekte. So, wie es vor 2022 war – bevor wir gestartet sind -, durfte es nicht bleiben. Und es ist auch nicht so geblieben. Die Wakenitz, ihre Besucher und ihre Ufer leben wieder, leben noch. Das Bewusstsein wächst und die Menschen schauen mehr darauf, was mit der Wakenitz passiert. Jetzt müssen wir alle das Bestmögliche tun, um das zu erhalten: parteiübergreifend, vereinsübergreifend, stadtteilübergreifend – menschlich und unternehmerisch getragen.
Unsere redaktionelle Ausrichtung wird sich in den nächsten Jahren noch wesentlich stärker auf den Schutz der Wakenitz ausdehnen. Denn eines ist für uns klar: Stirbt die Wakenitz, stirbt Lübeck. Wer mitmachen will, ist herzlich willkommen.

Was belegt ist: der Weg zum Schutzkonzept
Die nüchterne Chronologie lässt sich anhand öffentlicher Quellen nachzeichnen:
- Mai 2025: Katja Mentz (GAL, Fraktion Linke/GAL) bringt im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung einen Antrag ein, der Fragen zum Zustand der Wakenitz und zu Lösungswegen stellt. Erste Beratung am 13. Mai 2025. Der Antrag wurde inhaltlich von der Arbeitsgemeinschaft Wakenitz des NABU mitvorbereitet. Jürgen Ibs (NABU) wies in seiner Stellungnahme auf die Renaturierung der Zuflüsse hin – Stichwort Niemarker Landgraben.
- Februar 2026: Der Fachbereich Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz (UNV) legt eine Konzeptskizze zur Verbesserung der Gewässerqualität und Biodiversität vor.
- 21. April 2026: Nach wiederholter Vertagung bringen Silke Mählenhoff (Bündnis 90/Die Grünen) und Jochen Mauritz (CDU) einen Dringlichkeitsantrag ein. Der Umweltausschuss beschließt, die Konzeptskizze auszuarbeiten und erste Maßnahmen umzusetzen. 50.000 Euro stehen zur Verfügung, weitere Mittel frühestens im Haushalt 2027. Die Fraktion Linke und GAL erklärt dazu, CDU, Grüne und FDP hätten eine Entscheidung über den seit Mai 2025 vorliegenden Antrag ein Jahr lang mehrfach vertagt und einen Tag vor der Sitzung einen eigenen Antrag eingebracht. Der NABU schreibt, der Beschluss sei nicht zuletzt der Hartnäckigkeit zu verdanken, mit der Katja Mentz ihren Antrag seit Mai 2025 immer wieder vorgelegt habe.
- Ende August 2026: Die Lübeck Port Authority beginnt, Wasserpflanzen am Falkendamm und im Dükerkanal zu entfernen. Ab Anfang September werden handgesammelte Krauthaufen bei Anliegern abgeholt. Ein bedarfsorientiertes Pflegekonzept für 2027 ist in Arbeit. Eine pauschale großflächige Entfernung und ein Ausbaggern lehnt die Stadt aus ökologischen Gründen ab.
- 1. September 2026: Die SPD bringt über Dr. Marek Lengen einen eigenen Antrag ein – unter anderem Ausbaggern ab dem Bereich „Langer Jammer“, Renaturierung des Niendorfer Landgrabens, Änderung des Gewässerpflegeplans, händische Selbsthilfe. Genannte Zahl: Die Wassertiefe ist von 2,02 m auf 1,72 m gesunken.
- 3. September 2026: Laut NDR fordern CDU, SPD und FDP konkrete Maßnahmen gegen die Verkrautung. Die Bürgerinitiative Mehr Wakenitz wendet sich mit einem offenen Brief an Bürgermeister Jan Lindenau.
- 15. September 2026: Katja Mentz beantragt im Umweltausschuss, im Stellenplan 2027 eine zusätzliche Personalstelle im Bereich UNV einzustellen und ein Budget zur Deckung des Eigenanteils bei Förderanträgen bereitzustellen. Nach einer Beratungspause stellt die CDU einen Änderungsantrag: Statt einer zusätzlichen Stelle solle die Aufgabe aus dem Personalpool der Verwaltung besetzt werden. Der Änderungsantrag wird beschlossen, der ursprüngliche Antrag damit abgelehnt. Eine Mitarbeiterin der Verwaltung weist in der Sitzung darauf hin, dass der Personalpool für eine dauerhafte Besetzung nicht zur Verfügung stehe. Katja Mentz bringt ihren Antrag für die Haushaltsberatungen erneut ein. Einstimmig beschlossen wird ein ebenfalls von ihr beantragter „Runder Tisch Wakenitz“.
- 24. September 2026: Die Bürgerschaft verabschiedet den Haushalt 2027. Die zusätzliche Personalstelle für das Wakenitz-Konzept wird beschlossen, zusammen mit einem Budget – auf gemeinsamen Antrag von Grünen, CDU und FDP. Ebenfalls beschlossen: bis zu 320.000 Euro für die Wakenitz, davon 100.000 Euro für erste Maßnahmen zur Gewässerqualität, 200.000 Euro für einen wissenschaftlich begleiteten Pilotversuch zur großflächigen Entkrautung und bis zu 20.000 Euro für die Naturbäder bei der Entkrautung. Der Haushalt schließt mit einem Defizit von 150,4 Millionen Euro und steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Kommunalaufsicht des Landes.
- 5. Oktober 2026: Die Fraktion der Grünen veröffentlicht eine Mitteilung zu den Wakenitz-Mitteln, die mehrere Lübecker Medien im Wortlaut übernehmen. Am selben Tag erklärt Juleka Schulte-Ostermann für die Fraktion Linke und GAL, die Mehrheit habe „die von der GAL seit über einem Jahr geforderte Personalstelle für das Wakenitz-Konzept mit Budget beschlossen“.
Damit ist seit September alles drei da: ein Konzept, Geld und die Stelle, die es umsetzen soll. Das ist deutlich mehr als vor einem Jahr – und es ist der Punkt, den wir auf dieser Seite am hartnäckigsten gefordert haben.
Offen: Den vollständigen Beschlusstext zur Personalstelle – Befristung, Höhe des Budgets, eventuelle Sperrvermerke – haben wir noch nicht vorliegen. Wir fragen ihn beim Fachbereich UNV und bei den antragstellenden Fraktionen an und ergänzen ihn hier.
Unsere Anfragen
Als Redaktion schreiben wir nicht nur auf, was passiert. Wir fragen nach. Zum Haushaltsbeschluss haben wir uns an die beteiligten Fraktionen und an den Fachbereich Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz gewandt, mit zwei Fragen:
Wie ist die beschlossene Personalstelle ausgestaltet – befristet oder dauerhaft, mit welchem Budget, mit welchem Zeitplan für die Ausschreibung?
Wann startet der wissenschaftlich begleitete Pilotversuch zur Entkrautung, und wer begleitet ihn fachlich?
Zweitens haben wir um Teilnahme am beschlossenen „Runden Tisch Wakenitz“ gebeten. Wir begleiten dieses Thema seit 2022 redaktionell, führen ein eigenes Bild- und Textarchiv zur Entwicklung des Flusses und erreichen jedes Jahr mehrere hunderttausend Leserinnen und Leser aus der Region. Wir halten das für einen sinnvollen Beitrag an so einem Tisch.
Sobald uns Antworten vorliegen, veröffentlichen wir sie hier – vollständig und unkommentiert. Auch die, die uns nicht gefallen. Und auch dann, wenn keine kommt.
Was wir als Redaktion einschätzen
Die folgenden Sätze sind ausdrücklich unsere Beobachtung und Bewertung – kein Tatsachenbericht, sondern der Eindruck, den unsere Redaktionsvertreter aus den Sitzungen seit 2025 mitgenommen haben:
Über alle Parteien hinweg wirkte auf uns eine gewisse Ratlosigkeit, sobald es um die wirklich wirksamen Schutzmaßnahmen ging. Am sichtbarsten und beharrlichsten hat aus unserer Sicht Katja Mentz (GAL) das Thema getragen – über Monate, gegen wiederholte Vertagungen, unterstützt von großen Teilen der Linken und der SPD. Sie übernahm für uns erkennbar die Anwaltschaft für die Wakenitz und für die Bürgerinnen und Bürger, die ihre Stadt, ihre Flüsse und ihre grünen Oasen erhalten wollen. Für uns ist die GAL damit der politische Ansprechpartner, der beim Thema Wakenitz wirklich engagiert und themenorientiert arbeitet und dabei verlässlich ansprechbar bleibt.
Die Grünen haben wir in dieser Frage als zuverlässigen, aber unauffälligen Abstimmungspartner der CDU erlebt. Ein eigenes, treibendes Gesicht in Sachen Wakenitz konnten wir in ihren Reihen nicht ausmachen – und verbindlich ansprechbar wie die GAL waren sie für uns nicht. Ein Bild, das sich mit dem Haushalt 2027 erkennbar zu ändern scheint. Wir hätten uns dort allerdings schon früher mehr eigenen Antrieb für die Sache – für Lübeck – gewünscht. Dass der über die Ziellinie getragene Dringlichkeitsantrag von Grünen und CDU stammt und auch so betitelt wurde, ändert für uns nichts daran, dass die inhaltliche Vorarbeit über ein Jahr lang aus einer anderen Ecke kam.
Dieses Bild deckt sich mit unseren Kontakten bis in die jüngste Zeit. Im Juni 2026 erreichte uns eine Mitteilung aus dem Umfeld der Grünen in Schleswig-Holstein – eine E-Mail einer Landtagsabgeordneten mit Terminvorschlägen, ohne jede Vorgeschichte; die zuständige Assistenz blieb für uns unerreichbar und rief auch nicht zurück. Mehr wurde daraus nicht. Und schon vor rund vier Jahren wollte sich Silke Mählenhoff von den Lübecker Grünen mit uns treffen – auch dazu kam es am Ende nicht. Für uns fügt sich das in einen Eindruck, den wir schon in den Jahren vor 2022 gewonnen haben: Einen offenen, verlässlichen Austausch haben wir uns von den Grünen in und um Lübeck bislang mehr gewünscht, als wir ihn erlebt haben. Das sagen wir, obwohl – oder gerade weil – wir als Redaktion parteiunabhängig und allparteilich arbeiten. Uns geht es nicht gegen eine Partei, sondern um die Sache. Deshalb hoffen wir auf Besserung: auf eine parteiübergreifende, zielorientierte Politik zum Wohle unserer Stadt und unserer Heimat.
Die CDU hielt sich nach unserem Eindruck bedeckt. In ihrem Abstimmungsverhalten wirkte es auf uns, als orientiere sie sich stark an den Interessen der flussnahen Landwirtschaft – gerade dort, wo über den Niemarker Landgraben ein zentraler Problemzufluss liegt. Der zuständige Senator (Hinsen/BfL) wirkte auf uns eher zurückhaltend als treibend. Von den Parteien rechts der politischen Mitte war die CDU für uns übrigens die einzige, die zum Thema ansprechbar war. In der Sache blieb ihre Linie für uns aber nah an der Haltung der Kaufmannschaft zu Lübeck: keine wirklichen Ressourcen, keine klare Position zum Wakenitzschutz. Die Kaufmannschaft selbst versteht sich hier nach unserem Eindruck ausdrücklich nicht als Ansprechpartnerin oder Unterstützerin, war auch nicht gesprächsbereit – immerhin ein klares Statement.
Umso mehr verdient eine Ausnahme Erwähnung: Stadtpräsident Henning Schumann (CDU) hat für die Anliegen der Wakenitz – und gefühlt für die der Lübecker Bürgerinnen und Bürger überhaupt – ein offenes Ohr und ein Herz. Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) überlässt dieses Feld nach unserer Erfahrung dagegen lieber dem Stadtpräsidenten oder anderen Vertreterinnen und Vertretern seiner Partei in der Bürgerschaft.
Ein Wort zur Gesprächsbereitschaft, die wir persönlich erlebt haben – sie sagt oft mehr als das Abstimmungsverhalten. Auf CDU-Seite haben sowohl Stadtpräsident Henning Schumann als auch Jochen Mauritz das Gespräch mit uns gesucht, sich ausführlich unserer Kritik gestellt und Rede und Antwort gestanden. An Herrn Mauritz‘ Position hat das zwar nichts geändert, aber die Bereitschaft zum offenen und umfassenden Austausch rechnen wir beiden hoch an. Auch aus der SPD erleben wir Offenheit: Herr Zahn hat sich ausdrücklich zu Gesprächen bereit erklärt, und Tim Klüssendorf ist – obwohl das Thema nicht unbedingt sein Ressort ist – für uns ebenso ansprechbar, wie wir es von ihm kennen. Von BfL kam dagegen mehrfach das Versprechen eines Rückrufs, dem nichts folgte. Die AfD haben wir nicht erreicht.
Ein ähnliches Bild wie bei der Kaufmannschaft erlebten wir auf der Stiftungsseite. In einem Telefonat vor rund einem Jahr spürten wir bei der Dräger-Stiftung wenig Interesse an den Themen der Wakenitz; man verwies auf die gute Arbeit der LTM (Lübeck Travemünde Marketing). Aus unserer Sicht sind das aber zwei verschiedene Dinge – Tourismusmarketing vs. Heimatliebe, Bürgernähe und Gewässerschutz. Uns bleibt die Sorge, dass der Wert dieses Naturraums mancherorts erst dann erkannt wird, wenn er ernsthaft bedroht ist. Genau deshalb machen wir weiter.
All das sind ausdrücklich die Erfahrungen und Eindrücke der Wakenitz-Redaktion aus den Sitzungen und Gesprächen des Jahres 2025. Sie sind eine Momentaufnahme und können sich jederzeit ändern – wir würden uns freuen, wenn sie es tun. Man kann vieles anders sehen, und wir hören gern Gegenargumente. Aber wir schreiben auf, was wir erlebt haben.
Nachtrag Oktober 2026
Der Herbst 2026 hat mehr gebracht, als wir nach dem Sommer erwartet hatten.
Mit dem Haushalt 2027 ist die zusätzliche Personalstelle im Fachbereich UNV beschlossen – genau der Punkt, den wir auf dieser Seite als den entscheidenden bezeichnet haben, und den die GAL nach eigener Aussage seit über einem Jahr gefordert hat. Dazu bis zu 320.000 Euro für Maßnahmen und ein wissenschaftlich begleiteter Pilotversuch zur Entkrautung – weder blinde Entkrautung noch weiteres Zuschauen. Wer über Jahre fordert, dass die Politik liefert, muss es anerkennen, wenn sie es tut. Das tun wir hiermit, ohne Einschränkung.
Was wir trotzdem festhalten: Der Weg dorthin war lang, und er war es nicht aus fachlichen Gründen. Der Antrag, aus dem all das hervorgegangen ist, lag seit Mai 2025 vor, fachlich vorbereitet mit dem Arbeitskreis Wakenitz. Der NABU hat den Beschluss vom April 2026 ausdrücklich der Hartnäckigkeit zugeschrieben, mit der Katja Mentz ihn immer wieder vorgelegt hat. Noch am 15. September wurde ihr Antrag auf die Stelle abgelehnt und erst im Haushalt neun Tage später beschlossen. Wer sich am Ende die Erfolge zuschreibt, mag jede und jeder selbst beurteilen. Uns interessiert vor allem, dass der Fluss etwas davon hat.
Und wir halten fest, wie dieser Beschluss kommuniziert wurde. Gefordert hatten im Spätsommer 2026 mehrere Seiten gleichzeitig: die SPD mit einem eigenen Antrag, CDU, SPD und FDP gemeinsam im Ausschuss, die Bürgerinitiative Mehr Wakenitz mit einem offenen Brief, und die Verwaltung handelte über die Lübeck Port Authority bereits seit Ende August. In der Mitteilung vom 5. Oktober, die mehrere Lübecker Medien im Wortlaut übernommen haben, findet sich davon wenig. Dass eine Fraktion ihre Erfolge erzählt, ist normal.
Ein Wort zu unserer eigenen Rolle. Wir beobachten, dass sich rund um die Wakenitz Nähe gebildet hat – zwischen Initiativen, Fraktionen und Redaktionen. Das ist in einer Stadt dieser Größe kaum vermeidbar, und wir machen niemandem daraus einen Vorwurf. Für uns ist es aber eine bewusste Entscheidung, diese Nähe nicht zu suchen. Wir sind in keiner Fraktion, in keinem Bündnis und in keiner Absprache. Das kostet uns Einladungen, Informationen und vermutlich auch Zitate. Es ist der Preis dafür, dass wir die ganze Chronologie aufschreiben können und nicht nur den Teil, der gerade gut aussieht.
Dass die Lübecker Politik und die etablierte Presse von unserer Arbeit bislang wenig wissen wollen, nehmen wir sportlich. Das Bewusstsein für diesen Fluss war in Lübeck nie größer als in den vergangenen vier Jahren. Woran das liegt, mag jede und jeder selbst beurteilen. Wir machen weiter – mit oder ohne Einladung.
Die Bewegung zum Thema – unser Wegweiser
Wer sich selbst ein Bild machen will: Das Thema wird an vielen Stellen bearbeitet. Hier unsere kommentierte Übersicht. Wir ergänzen sie laufend.
Unsere eigenen Seiten
Was jede und jeder im Alltag am Ufer selbst tun kann, findest Du weiter unten auf dieser Seite. Dazu zwei Beiträge, die wir Dir besonders ans Herz legen:
- Ich bin die Wakenitz – ein Leserbrief der besonderen Art: Der Fluss selbst meldet sich zu Wort und erzählt, was ihm fehlt – Verschlammung, Sauerstoffmangel, wucherndes Kraut, Eutrophierung. Ein eindringlicher Appell und die Stimme, um die es hier geht.
- Wakenitz 360° – ein virtueller Rundgang in mehreren Etappen: Erlebe die Ufer, die Spiegelungen und die Stille des Flusses, um dessen Erhalt es hier geht.
Andere Initiativen, Verbände und Stimmen
- MEHR WAKENITZ – Ein im Aufbau befindliches Netzwerk (Vereinsgründung „MEHR WAKENITZ e.V.“), das den Fokus klar auf die Entschlammung legt. Es dokumentiert die wachsende Schlammschicht über dem Sediment und argumentiert für mehr Wassertiefe, Fließkraft und Sauerstoff. Eine deutliche, lösungsorientierte Stimme mit eigenem Schwerpunkt. Im September 2026 offener Brief an Bürgermeister Lindenau.
- NABU Lübeck – Arbeitsgemeinschaft Wakenitz – Der fachliche Motor im Hintergrund. Die AG dokumentiert den Zustand des Naturschutzgebiets (seit 1999, Teil des „Grünen Bandes“), hat den politischen Antrag inhaltlich mitvorbereitet und legt den Schwerpunkt auf die Renaturierung der belasteten Zuflüsse.
- NABU begrüßt den Ausschussbeschluss (HL-live) – Die Mitteilung des NABU zum Beschluss vom April 2026, inklusive der Kritik, dass die nötige Personalstelle für die Umsetzung nicht bewilligt wurde (Stand April 2026 – die Stelle wurde am 24. September 2026 beschlossen).
- Grüne Lübeck: „Endlich konkrete Maßnahmen zum Schutz der Wakenitz„ – Die Eigendarstellung von Grünen und CDU zum gemeinsamen Dringlichkeitsantrag. Lesenswert im Vergleich zur Chronologie oben.
- LN-Bericht: „Wakenitz in miserablem Zustand“ – Die überregionale Zeitung greift die Lage auf und fragt, wie der Fluss zu retten ist. (Beitrag hinter Bezahlschranke.)
- Bürgerfrage an Tim Klüssendorf (abgeordnetenwatch) – Eine Bürgerin/ein Bürger fragt den Lübecker SPD-Bundestagsabgeordneten direkt, wie der Schutz der Wakenitz verbessert werden soll. Zeigt, dass das Thema bis in die Bundespolitik reicht.
- openPetition: Pufferzone Weltkulturerbe / Landschaftsschutzgebiet Wakenitz – Ältere Petition (2017/18, inzwischen beendet) gegen eine Bebauung im Gewässerschutzstreifen an der Yorckstraße. Nicht das heutige Verlandungs-Thema, aber ein früher Beleg dafür, dass der Schutz des Ufers und der Pufferzone die Stadt schon lange beschäftigt.
- Grüne, CDU und FDP: 320.000 Euro für die Wakenitz (HL-live, 5.10.2026) – Die Mitteilung der Grünen im Wortlaut, mit allen Zahlen zum Haushalt 2027. Lesenswert im Vergleich zur Chronologie oben.
- GAL kritisiert Ablehnung der zusätzlichen Personalstelle (HL-live, 20.9.2026) – Der Vorgang vom 15. September: abgelehnter Antrag, Abstimmungsverhalten, und der einstimmig beschlossene Runde Tisch. Zum Verständnis: Die Stelle wurde neun Tage später im Haushalt 2027 beschlossen.
- GAL: Politik muss endlich liefern (HL-live, September 2026) – Der Antrag von Katja Mentz im Wortlaut, inklusive der Forderung nach Personal und Budget.
- SPD-Antrag zur Wakenitz: Freie Fahrt und sicherer Badespaß (HL-live, 1.9.2026) – Der Antrag von Dr. Marek Lengen mit den Zahlen zur Wassertiefe.
- LPA entfernt Wasserpflanzen in der Wakenitz (lübeckverliebt, 29.9.2026) – Was die Stadt bereits tut: Krautentnahme am Falkendamm und im Dükerkanal, Pflegekonzept für 2027.
- Haushalt 2027 von der Lübecker Bürgerschaft beschlossen (luebeck.de, 24.9.2026) – Die amtliche Mitteilung, inklusive Defizit und Genehmigungsvorbehalt.
- Linke und GAL zum Haushalt 2027 (HL-live, 5.10.2026) – Die Fraktion bestätigt den Beschluss der Personalstelle mit Budget und kritisiert andere Haushaltsschwerpunkte.
Was jetzt zählt
Aus unserer Sicht als Redaktion lässt sich das Nötige auf vier Punkte bringen:
- Weniger rein. Solange über Zuflüsse wie den Niemarker Landgraben Nährstoffe und Sedimente in den Fluss gelangen, behandelt jede andere Maßnahme nur Symptome. Pufferstreifen und die Renaturierung der Zuflüsse sind der Hebel an der Wurzel. Erfreulich: Genau das benennt auch die Mitteilung vom 5. Oktober.
- Raus, was drin ist – aber mit Verstand. Entschlammung und Krauternte verschaffen dem Fluss Luft. Der wissenschaftlich begleitete Pilotversuch ist dafür der richtige Weg, weil er prüft, statt zu raten. Wichtig ist, dass er zügig startet und nicht zum Dauerprüfauftrag wird.
- Menschen, die es tun – beschlossen, noch nicht im Dienst. Die zusätzliche Stelle im UNV ist da. Entscheidend ist jetzt, dass sie nach der Haushaltsgenehmigung zügig ausgeschrieben und besetzt wird – und dass sie dauerhaft angelegt ist. Die Verwaltung hat im September selbst erklärt, dass ein Rückgriff auf den Personalpool dafür nicht trägt. Wir sehen im Frühjahr 2027 nach, ob die Stelle ausgeschrieben, besetzt und mit Arbeit ausgestattet ist, und schreiben es hier auf. Egal wie die Antwort ausfällt.
- Der Runde Tisch muss ein echter werden. Er wurde einstimmig beschlossen – das ist die beste Nachricht des ganzen Septembers. Jetzt entscheidet sich, wer daran sitzt. Wenn dort Verwaltung, Fachleute, Vereine, Anliegerinnen und Anlieger, Wassersport, Landwirtschaft und Bürgerschaft wirklich zusammenkommen, kann daraus das werden, was wir seit 2022 fordern. Wird er ein Kreis der üblichen Beteiligten, ist er ein weiterer Termin.
Das Erreichte ist ein echter Schritt – der größte seit 2022. Ob daraus ein Ergebnis wird, entscheidet sich nicht im Haushalt, sondern 2027 am Wasser.
Was Du selbst tun kannst
Die großen Hebel liegen bei Politik und Verwaltung. Doch die Wakenitz ist ein gemeinsames Gut – ihr Schutz beginnt an jedem einzelnen Ufertag. Rund um den Fluss wohnen und erholen sich unzählige Menschen, und in und an der Wakenitz leben ebenso viele Tiere: Vögel, Amphibien, Fledermäuse, Biber, Insekten, Fische. Sie alle brauchen Ruhe, sauberes Wasser und intakte Pflanzenzonen. Ein paar einfache Rücksichten helfen enorm:
- Halte die Wakenitz sauber. Nimm Deinen Müll wieder mit – auch das vermeintlich harmlose Taschentuch, den Zigarettenstummel, den Flaschendeckel.
- Verzichte auf offenes Feuer. Gegrillt wird nur an den dafür vorgesehenen Plätzen. In trockenen Böden – wie zuletzt im Dürrefrühjahr 2025, als Lübeck zu den niederschlagsärmsten Regionen Deutschlands zählte – genügt ein Funke.
- Halte die Lautstärke im Rahmen. Die Wakenitz ist kein Festivalgelände. Was für die eine Gruppe ein schöner Nachmittag ist, bedeutet für Anwohner, Tiere und Ruhesuchende Stress.
- Bleib auf den Wegen. Uferzonen, Wiesen und Schilfgürtel gehören den Tieren. Trampelpfade zerstören Lebensräume, so bequem sie auch scheinen.
- Leine Deinen Hund an – besonders in Brutzeiten und sensiblen Uferbereichen. Mehr für Hundehalterinnen und -halter findest Du auf Wuff & Co..
- Nimm Rücksicht. Die Wakenitz ist für alle da – auch für die, die Ruhe suchen oder besonders auf die Natur angewiesen sind.
Mitmachen und lernen
Schutz beginnt beim Wissen – und in Lübeck gibt es viele, die genau das weitergeben. Der Lübecker Schulgarten vermittelt Kindern und Jugendlichen seit Jahrzehnten, was Pflanzen, Tiere und ökologische Zusammenhänge bedeuten – mit Herz, Verstand und praktischem Tun. Auch der BUND Lübeck, der NABU Lübeck und die Stiftung Grönauer Heide bieten Führungen, Material und Mitmachaktionen an. Dieses Engagement ist unbezahlbar – und es fängt oft im Kleinen an: mit einem Satz, einer Geste, einem aufgehobenen Stück Müll.



Wenn die Wasseroberfläche zur Warnung wird
Was auf den Bildern wie ein grüner Teppich aussieht, ist in Wahrheit ein Alarmsignal.
Diese dichten Algen- und Wasserlinsen-Decken bilden sich, wenn zu viele Nährstoffe, zu wenig Fließbewegung und anhaltende Trockenheit gleichzeitig zusammentreffen – genau die Bedingungen, die wir gerade erleben. Wo sonst Licht bis auf den Grund dringt und Unterwasserpflanzen Sauerstoff produzieren, liegt jetzt eine geschlossene Decke, die das Licht abschneidet. Was darunter an Pflanzen und Sauerstoff verloren geht, macht sich oft erst bemerkbar, wenn Fische an die Oberfläche kommen, um nach Luft zu schnappen.
Und das Tückische daran: Diese Teppiche verschwinden nicht einfach wieder. Sterben sie ab, sinken sie zu Boden, verrotten dort – und geben genau die Nährstoffe zurück, die im nächsten Jahr noch mehr Wachstum befeuern. Jedes Jahr wird die Fläche größer, die Bekämpfung aufwendiger, der Kreislauf schwerer zu durchbrechen. Ein Gewässer, das einmal in diesen Zustand kippt, kommt nicht von selbst wieder heraus.
Das ist ein Indiz dafür, warum wir hier von der höchsten Alarmstufe sprechen.
Was wir vom „Amazonas des Nordens“ kennen steht im genauen Gegensatz zu dem, was diese Bilder zeigen. Und genau deshalb kann die Antwort darauf auch nicht von Einzelnen kommen. Es braucht uns alle – mit Arbeit, mit Zeit, mit Geld, ohne Abgrenzungen, ohne Parteipolitik auf dem Rücken der Wakenitz.
Zwei Todesfälle in vier Wochen
Im Sommer 2026 sind innerhalb von vier Wochen zwei Menschen in der Wakenitz gestorben, beide in St. Gertrud.
Am Abend des 11. Juli wurden Feuerwehr und Polizei in den Drägerpark gerufen. Freunde meldeten einen 24-Jährigen als vermisst, er war kurz zuvor noch auf der Wakenitz gesehen worden. Die Feuerwehr rückte mit großem Aufgebot an, mit Tauchergruppe und Boot. Gegen 20.30 Uhr wurde er gefunden und ans Ufer gebracht. Die Reanimation blieb erfolglos.
Am Nachmittag des 9. August kenterte ein 58-jähriger Lübecker mit seinem Kajak. Um 15.47 Uhr ging der Notruf ein. Zwei Menschen am Ufer sprangen sofort ins Wasser und versuchten zu helfen – am Ende konnten sie nur das Kajak an Land ziehen. Feuerwehr, DLRG, eine Tauchergruppe aus Ratzeburg und eine Drohnengruppe suchten. Gegen 18.20 Uhr fanden Taucher den Mann in der Nähe einer Badestelle im Bereich Im Brandenbaumer Feld. Die Polizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, Hinweise auf Fremdverschulden liegen nach ihren Angaben nicht vor.
Warum das hier steht: Weil wir über diesen Fluss schreiben, und weil dazu auch gehört, was an ihm passiert. Über die Ursachen wissen wir nichts, und wir spekulieren nicht darüber. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen.
Diese Verkrautung ist auch ein Sicherheitsthema
Unabhängig von diesen beiden Fällen gibt es einen Punkt, den wir auf dieser Seite schon länger auf dem Zettel haben und den wir jetzt aussprechen wollen.
Wir reden über die Verkrautung fast immer ökologisch: Nährstoffe, Sauerstoff, Licht, Artenvielfalt. Das ist richtig. Aber ein zugewachsener, trüber Fluss ist auch ein Fluss, in dem Hilfe schwerer ankommt. Die Feuerwehr hat das zum Einsatz am 9. August selbst benannt: Die Wakenitz ist stark verkrautet, die Sichtweite unter Wasser entsprechend gering – das macht jede Suche schwierig. Und bei jeder Wasserrettung ist Zeit die einzige Währung, die zählt.
Dazu kommt etwas, das viele kennen, die hier schwimmen: das Gefühl, plötzlich mitten in einem Krautfeld zu stehen. Pflanzen, die sich um die Beine legen, kein Grund unter den Füßen, keine Sicht nach unten. Erwachsene mit Wassererfahrung wissen meist, dass man da nicht kämpfen, sondern sich flach hinlegen und ruhig zurückschwimmen soll. Kinder wissen das nicht. Ungeübte Schwimmerinnen und Schwimmer auch nicht. Wer in so einer Situation in Panik gerät, strampelt – und verausgabt sich genau dort, wo er es am wenigsten kann. Das ist keine Schauergeschichte, sondern eine simple Folge davon, dass die Krautfelder von Jahr zu Jahr dichter werden und immer weiter in Bereiche hineinwachsen, in denen früher offenes Wasser war.
Für uns heißt das: Entschlammung, Krauternte und die Renaturierung der Zuflüsse sind nicht nur Naturschutz. Sie sind auch ein Beitrag dazu, dass die Wakenitz ein Gewässer bleibt, in dem Menschen sicher schwimmen und Rettungskräfte arbeiten können. Wir würden uns wünschen, dass dieser Aspekt in der weiteren Arbeit am Schutzkonzept mitgedacht wird – er taucht dort bislang nicht auf.
Und ganz praktisch, für alle, die hier ins Wasser gehen: Die Wakenitz ist kein Schwimmbad. Am sichersten schwimmt es sich in den Naturbädern Falkenwiese und Marli – dort schaut jemand hin. Wer draußen ins Wasser geht: nicht allein, nicht in der Dämmerung, nicht nach Alkohol. Kinder gehören dort in Sichtweite und Armlänge, nicht nur in Rufweite. Und beim Paddeln gehört eine Schwimmweste dazu, auch auf den ruhigen Abschnitten.
Quellen: Lübeck live (hl-live.de) vom 11.07.2026 und 11.08.2026; gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Lübeck und der Polizeidirektion Lübeck vom 10.08.2026.
Unsere Bitte
Wer die Natur nutzt, sollte sie auch schützen. Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Blick fürs Ganze. Nicht weil es Gesetze gibt, sondern weil wir es selbst so wollen. Die Wakenitz ist ein gemeinsamer Schatz. Hilf mit, dass sie keiner wird, den wir irgendwann nur noch auf Bildern sehen.
Du hast Beobachtungen, Korrekturen, eigene Recherchen oder eine Idee für den Schutz Deiner Lieblingsplätze? Schreib uns: mail@wakenitz.info oder per WhatsApp +49 (0)176 42911761. Wir hören zu – und melden uns, sobald es Neues gibt.
Wer mitmachen will
Wer sich für die Wakenitz einsetzen möchte – und damit für unsere ganze Region –, ist herzlich willkommen. Ein paar Dinge sollte aber mitbringen, wer mitmacht: die Bereitschaft, parteiübergreifende Wahrheiten auszuhalten. Und das Gefühl einer Verpflichtung gegenüber dem Naturerbe – nicht gegenüber dem eigenen natürlichen Swimmingpool mit Aussicht, nicht aus finanziellen Gründen und schon gar nicht wegen irgendwelcher Parteiinteressen.
Alt oder jung, weiblich, männlich oder divers, ob gelb, grün, blau, schwarz oder rot – Parteifarben dürfen hier keine Rolle spielen. Es geht um die Wakenitz. Es geht um Lübeck. Es geht um uns alle.
Stirbt die Wakenitz, stirbt Lübeck.

Torben Gösch – Redaktionsleitung der Wakenitz-Redaktion – Initiative Rund um die Wakenitz · ein gemeinnütziges Projekt in Kooperation mit dem FgBBB e. V.
Sonderbeitrag: „Ich bin die Wakenitz“ – Nachricht von der Wakenitz. Klicke hier um mehr zu erfahren.
Sonderbeitrag: „Wakenitz 360°“ – ein virtueller Rundgang. Klicke hier um mehr zu erfahren.
Für die ganz kleinen Großen unter uns gibt’s jetzt eine schöne Ecke auf Rund um die Wakenitz. Klicke hier für die original Lübsche GutNacht.
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